Ängste abbauen mit Oups


Dieser Blogbeitrag entstand auf Wunsch einer Pädagogin, die in ihrer Klasse nicht nur Kinder aus schwierigen Verhältnissen begleitet sondern auch traumatisierte Kinder aus Kriegsgebieten. In vielen Klassen Deutschlands und Österreichs sitzen Kinder mit Wunden in ihren Herzen – die trotz ihres erst so kurzen Lebens schon unaussprechlich Schreckliches erlebt haben und traumatisiert durch den Schulalltag tapsen. Unzählige PädagogInnen geben ihr Bestes und versuchen durch ihre Zuwendung die Traurigkeit und die dunklen Bilder in den Köpfen der Kinder etwas aufzuhellen und “nebenbei” den Kleinen noch mit allergrößter Geduld die neue Sprache in Wort und Schrift beibringen, in der Hoffnung da wäre ein wenig Platz in den Köpfen dafür frei.

An meiner ehemaligen Schule begleiteten wir vor zwei Jahren einen kleinen Jungen durch ein Jahr des Wartens auf seine Mama, die versprochen hatte, bald aus Syrien nachzukommen. Immer wieder hofften wir, sie käme bald – der Bub war eigentlich unfähig zu lernen…. Immer wieder hieß es sie käme – nächste Woche, nein, nächsten Monat, bald…  Nach einem Jahr war sie dann endlich da! Das Wiedersehen muss eine unvorstellbare Freude gewesen sein für den Jungen und seine Mama….

Diesen Blogbeitrag schreiben ich heute für alle PädagogInnen, die sich bei Oups etwas Unterstützung holen möchten und Kindern dabei helfen wollen, ihre Ängste abzubauen und etwas Vertrauen in die Welt , das Leben und die Liebe zurückzugewinnen. Natürlich sind die meisten von uns keine KinderpsychologInnen und keine TraumatherapeutInnen, doch bleibt uns denn etwas anderes übrig, als uns mit den Ängsten der Kinder auseinanderzusetzen? Ich denke nicht, denn diese Kinder schreien mit ihrem Verhalten meist laut um Hilfe – ziehen sich zurück oder schlagen wild um sich.

Wenn man sich vorstellt, dass es doch auf der ganzen Welt immer nur die Erwachsenen sind, die diese Kriege führen, dann spürt man, dass hier unser kleiner Freund Oups eventuell ein Glücksbringer sein kann. Er kommt nämlich von einem anderen Stern – vom Planeten der Herzen. Schon alleine deshalb ist die Chance groß, dass er die Herzen der Kinder leichter erreichen und sie trösten kann.

Mit etwas Geschick kann man mit Oups die Herzen dieser Kinder nämlich beinahe ohne Worte erreichen – zum Beispiel mit diesem Buch, dass sich auch ansonsten gut zum Einstieg in die Herzensbildung eignet:

Im Bilderbuch “Oups, wer bist denn du”, erfahren die Kinder mit wenigen Worten, dass Oups vom Planeten der Herzen gekommen ist, weil er gerne wissen möchte, warum die Menschen auf der Erde streiten und manchmal sogar Kriege führen. Hier ein paar Bilder aus dem Buch:

Den Ehrenplatz, den Oups meist augenblicklich als Teil der Klassengemeinschaft einnimmt, kann man meiner Erfahrung nach nur schwer durch etwas ersetzen. Die liebevolle und friedliebende Ausstrahlung des Wesens vom Planeten der Herzen erreicht die Kinder ohne Barrieren. Oups spricht auch “nur” mit dem Herzen, und so kann man die Chance nutzen, das kleine Maskottchen als Handpuppe auf dem Schoß sitzen zu lassen und seine Körpersprache “sprechen” lassen. Ich halte mir die Puppe auch hin und wieder an mein Ohr, wenn ich auf Herzensbotschaften warte, die ich von Oups an die Kinder weitergeben möchte. Mittlerweile haben dies auch schon die Kinder von mir übernommen und “hören” ganz genau hin. 🙂

Ist Oups erst mal Teil der Klasse, kann man viele kleine Portionen zum Thema “Ängste abbauen – Vertrauen aufbauen”, anbieten.

Im Kartenset Herzensübungen findet man drei wunderbare Fantasiereisen:

Oups 100%sichere Wiese

Oups zieht sein Schutzkleid an – dazu hier ein kleines Video aus meiner Oups-Klasse

Oups und sein Krafttier

Um den Kindern größtmögliche Sicherheit in ihrem Schulalltag bzw dem Tagesablauf zu bieten, würde ich die Rituale im Laufe des Tageskreises auch mit Oups gestalten.

Zur Begrüßung der Kinder jeden Morgen könnt ihr das Lied: “Hallo, Oups”  versuchen. Der Refrain des Liedes ist ganz bewusst auf la la la gesungen, so können auch Kinder mit wenig Sprachkompetenz gleich mitsingen.

Ihr findet das Lied auf der CD “Herzenslieder mit Oups”

Um dich noch etwas mehr mit dem Thema Herzensbildung auseinanderzusetzen, empfehle ich dir, in meinem Blog noch weiter zu stöbern. Du findest hier vieles auch zur Arbeit an der Klassengemeinschaft und viele Tipps zum soziale Lernen. Zum Beispiel erkläre ich dir hier, warum Herzensbildung immer wichtiger wird, und wie unser Konzept aufgebaut ist.

Hier ein Einblick in unsere Herzensbildung

Oups kann die Kinder auch mit einer sanften Berührung in den Sesselkreis holen – ein Ritual, das alle Kinder lieben! Wenn zwischendurch alles zu viel wird, zeigt Oups den Kindern vor, wie man seinen Körper entspannt und lockert. Vielleicht zeigt er auch ein paar Turnübungen vor… 

Zwischendurch kann die Herzensübung “Oups und sein Angststaubsauger” oder die wunderbare Oupsmassage kleine bis große Wunder bewirken.

Einen Rahmen bildet die gesamte Herzensbildung durch die ganze Schulwoche – vom Erzählkreis bis zum Klassenrat – der bei uns Oupskreis heißt. In diesem Abschlusskreis bedanken wir uns für gute Taten unserer MitschülerInnen und lösen noch offene Konflikte in der “Bitte-Runde”. Mehr dazu in dem Blogbeitrag “Unsere Erde wird ein Herzplanet”.

Viel Freude beim Stöbern und Entdecken!

Wie immer würde ich mich über Kommentare oder Post per e-mail freuen: m.stoeckler@werteart.com

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