Vom starken Ich zum starken Wir mit Oups


Das bin ich

Nachdem die Kinder in den ersten Schultagen unseren neuen Freund Oups kennengelernt haben, möchte Oups auch viel über die Kinder lernen, sie besser kennenlernen. Mit diesem Impuls starte ich mit den Kindern in die Themen des Herzensbildungs-Konzeptes “Das bin ich” und “Ich und meine Familie”.

In einer netten Kreisrunde dürfen sich die Kinder selbst beschreiben. Meine “Kleinen” wussten sofort, was sie uns berichten wollen, was ihnen am wichtigsten war. Die Kinder hörten einander sehr neugierig zu und auch Oups lauschte aufmerksam. Besonders gefiel den Kindern in dieser Runde, dass sie Oups zum ersten Mal in den Händen halten durften.

Sehr stolz und selbstbewusst erklärten sie: “Ich bin die … und ich liebe meine Zwerghasen”, oder “Ich bin der … und ich werd einmal ein Bauer!” Diese Runde gefiel mir sehr! 🙂

Im Anschluss malten die Kinder sich selbst ins Arbeitsheft! 😉

Ich und meine Familie

“Hat deine Mama schon einmal gesagt, dass du ihr großer Schatz bist? Ja! Und ist deine Mama auch dein großer Schatz? Jaaaaa! Und dein Papa auch? Jaaaaaaaa! Und hast du vielleicht auch einen Bruder oder eine Schwester? Dann hast du ja ganz viele Schätze, das ist toll….

In meiner Klasse konnte ich an dieses Thema zum Glück ganz ohne bitteren Beigeschmack herangehen, da alle Eltern der Kinder präsent sind. Viel Feingefühl braucht es, wenn Kinder in der Gruppe sind, die den Verlust eines Elternteils betrauern… Vorschläge zur Formulierung findest du am Ende dieses Blogbeitrages.

Als Schätze habe ich eine Kiste voller Glitzersteinchen vorbereitet und Oups zeigt uns als erstes wie viele Schätze er in seinem Herzen trägt. Für jedes Familienmitglied, das zu Hause bei Oups wohnt, legen wir ein Steinchen auf den Teppich und ich benenne dazu die “Personen” beim Hinlegen einzeln. Anschließend darf jedes Kind reihum “seine Schätze” auf den Teppich legen und auch ich schließe mich an. Als ich dann meinen Lebensgefährten Frank erwähne, wird es kurz ein bisschen lustig, denn was wäre weniger naheliegend als ein Frankfurter-Gekicher zur Entspannung zwischendurch…. 😀

Am Ende der Runde ist ein ganz schön großer “Haufen” entstanden! 🙂 Nun sind wir alle ganz beeindruckt wie viele Menschen wir allesamt im Herzen tragen.

Empathie tröstet Kinder im Trauerfall – vielleicht wenigstens ein bisschen

Als Oups´Großmutter starb, war das ganz schrecklich für ihn. Oups vermisst seine Großmutter heute noch ganz schrecklich… Doch weißt du, was er macht, wenn er wieder einmal ganz ganz traurig ist? Dann legt er sich die Hand aufs Herz legt und denkt fest und voller Liebe an sie. Manchmal kann er sogar ihre Stimme hören und dann weiß er, dass sie ihn ganz lieb hat und dass es ihr gut geht, wo immer sie auch sein mag.”

Empathie tröstet Kinder bei Trennungen – vielleicht wenigstens ein bisschen

“Habt ihr gewusst, dass Oups auf seinem Herzplaneten ganz große Schätze zurücklassen musste? Ja, als er sich dazu entschlossen hat, zu uns zu reisen, konnte er etwas ganz Wichtiges nicht mitnehmen… was glaubt ihr, was das sein könnte…?” Mit diesem Impuls beginnen die Kinder zu erfahren, wie wichtig Oups seine Familie ist, auch wenn er sie für eine Zeit – oder für immer – verlassen hat und dass er sie in seinem Herzen immer bei sich trägt. Man kann betroffenen Kindern auch mit Oups nahe bringen, dass manche Abschiede notwendig sind, um neue Wege zu gehen, auch wenn man Menschen zurücklassen muss die man ganz schrecklich lieb hat und furchtbar vermisst.

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